Intervallfasten

Intervallfasten

Intervallfasten ist derzeit ein Trend! Es ist vielen auch als intermittierendes Fasten oder „16-8“-Methode bekannt. Aber was hat es damit auf sich und vor allem: Was bewirkt Intervallfasten eigentlich?

Wie die Namen der Methode schon andeuten wird beim Intervallfasten eine Zeit lang nichts gegessen. Bei der bekannt gewordenen „16-8“-Methode wird in einem Zeitraum von acht Stunden Nahrung konsumiert. Die verbliebenen sechzehn Stunden wird dann gefastet, also auf Nahrungsaufnahme verzichtet. Um es zu präzisieren: Es wird in dieser Zeit auf alles verzichtet, was eine Insulinantwort heraufbeschwören würde.

Insulin ist ein Hormon, also ein Botenstoff. Es reguliert zusammen mit anderen Hormonen den Blutzuckerspiegel und sorgt vor allem für einen Transport von Zucker in die Zellen hinein. Man kann es sich auch wie einen Schlüssel zur Zelle vorstellen, wenn es um den Zuckertransport geht. Nehmen wir also Zucker bzw. Kohlenhydrate zu uns, so wird eine gewisse Menge an Insulin ausgeschüttet, um den gestiegenen Blutzuckerspiegel zu regulieren, indem Zucker in die Zellen eingeschleust wird. Dies ist dann die sog. Insulinantwort.

Die Ausschüttung von Insulin unterbricht sofort die Fettverbrennung, die unser Körper bei längerem Fasten beginnt. Warum sollten auch Reserven verbrannt werden, wenn jetzt kostbare Nährstoffe zur Verfügung stehen? Im Gegenteil: Bei einem Überangebot an Kohlehydraten werden Reserven aufgebaut, vor allem von der Leber. Zucker wird dazu von eben diesem Organ in Fett umgewandelt.

Aber wenn es doch vermeintlich um Kohlenhydrate geht, warum dann nicht einfach diese weglassen und auf die anderen Makronutrienten wie Fette und Proteine zurückgreifen? Dies ist schließlich genau der Ansatz der sogenannten „low-carb“-Methode.

Nun, wenn es nur um die Gewichtsreduktion geht, dann kann low-carb definitiv funktionieren, allerdings müssen auch hier Kalorien gezählt werden, damit der Kalorienhaushalt unter der Gesamtsumme aus Grundumsatz plus durch Aktivität verbrauchter Kalorien liegt. Intervallfasten macht es einem da einfacher. Die Regeln sind greifbarer:

Jede Art von Nahrung, also auch Fette und Proteine, werden vom Körper zur Umwandlung in Zucker benutzt, wenn er ein Kohlenhydratdefizit erleidet. Daher müssen auch diese Makronutrienten gemieden werden, damit keine Insulinantwort erzeugt wird. Der Vorteil gegenüber der low-carb-Methode: Wenn acht Stunden kein Insulin ausgeschüttet wird, dann beginnt die Fettverbrennung. Das heißt bei einem sechzehnstündigen Intervall netto acht Stunden Fettverbrennung!

Aber damit nicht genug: Der Motor für die Fettverbrennung ist ein anderes Hormon. Dieses wird STH genannt. STH steht kurz für Somatotrophin, auch als Wachstumshormon bekannt. Dieses Hormon gehört zur Gruppe der anabolen Peptide, und seine Hauptaufgaben liegen abgesehen von der Stimulation des Längenwachstums bei Heranwachsenden vor allem in einer gesteigerten Proteinsynthese und verzögerter Proteinoxidation. Zu Deutsch kann man dies als Muskelaufbau und Muskelschutz (beim Fasten) bezeichnen.

Richtig eingesetzt und mit dem richtigen Maß an Sport gekoppelt wird so also nicht nur für eine effiziente Fettverbrennung gesorgt, sondern auch für einen steigenden Muskelaufbau. Das unterscheidet Intervallfasten maßgeblich von einer durchgehenden low-carb-Ernährung. Und beim durchgehenden kurweisen Fasten muss der Körper zwangsläufig irgendwann auch seine Proteinreserve im Sinne von Muskelmasse angreifen, weil das zentrale Nervensystem auch ohne die Einnahme von Nährstoffen versorgt werden muss.

Wem also der Umbau seines Körpers am Herzen liegt und nicht der pure Gewichtsverlust, dem sollte Intervallfasten demnach attraktiver erscheinen als eine bloße Fastenzeit. Gleichzeitig bringt das Intervallfasten aber alle gesundheitlich relevanten Effekte mit sich, die man bei längeren Fastenkuren nachweisen konnte. Diese beruhen im wesentlich neben der Ausschüttung des STH auf der Bildung sogenannter Ketonkörper (sog. Ketogenese).

Ketonkörper sind Zuckerersatzstoffe, die der Körper bei längerer Nichteinnahme von Kohlehydraten aus Protein bildet, um das zentrale Nervensystem am Laufen zu halten. Bei der „16-8“-Methode wird -wie gesagt- die Muskelmasse weitestgehend erhalten bzw. evtl. sogar vermehrt, aber dennoch wird es bei regelmäßigem Intervallfasten immer mal wieder zu sogenannten „ketogenen Effekten“ kommen.

Man weiß heute, dass die rein ketogene Ernährung, also eine absichtliche „Mangelernährung“ mit regelmäßiger Vetogenese durch kompletten Verzicht auf Kohlehydrate, Krebs vorbeugen kann. Auch Alterungsprozess und entsprechende Verschleißkrankheiten lassen sich abmildern bzw. vorbeugen. Und es sind kurative Effekte auf Erkrankungen des Nervensystems bekannt: Vor allem die Verläufe der Altersdemenz scheinen sich positiv beeinflussen zu lassen, aber auch bei Multipler Sklerose gibt es eine hoffnungsfrohe Studienlage.

All diese Effekte ketogener Ernährung sind also in einem gewissen Umfang auch bei der regelmäßigen Einhaltung des Intervallfastens zu erwarten.

Kurzum: Sehr viele gute Gründe, mit der „16-8“-Methode lieber heute als morgen zu beginnen.

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Shivaratri zweitausendneunzehn

Jedes Jahr wird am Neumond im Februar oder März ein ganz besonderes Fest in Indien zu Ehren des großen Gottes Shiva gefeiert. Maha Shivaratri, die Nacht des großen Shiva, eröffnet uns Menschen für ein paar Stunden eine besondere Gelegenheit spirituellen Wachstums.

In unserem Leben unterliegen wir der Kraft der Verschleierung, die auch Maya genannt wird. Das bedeutet, dass wir oftmals die Dinge nicht so sehen, wie sie wirklich sind. Wir bewerten Lebensumstände aufgrund erlernter Muster und lassen uns von unseren Sehnsüchten, Ängsten und Aversionen leiten. Kurz gesagt, leben wir die meiste Zeit in einer Illusion. Durch unsere Yoga- und Meditationspraxis möchten wir diesen Schleier lüften, um wirklich frei sein zu können.

In Indien ist Shivaratri ein Feiertag, der in diesem Jahr am 4. März stattfindet. An diesem Tag wird gefastet. Die Hinduisten und spirituell Suchenden besuchen an diesem Tag Tempel und singen Bhajans, das sind besondere Mantren, zu Ehren Shivas. Überall im Land finden Feierlichkeiten und Rituale statt.

Als höchster Aspekt des Göttlichen wird Shiva in der Mythologie als der Zerstörer und gleichzeitig auch als Transformator beschrieben. Wenn uns auf der einen Seite etwas Unschönes widerfährt, gibt uns das auf der anderen Seite immer die Gelegenheit innerlich zu wachsen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Nichts währt ewig, denn alles ist im Wandel und unterliegt der Veränderung. Shiva ist das unendliche Bewusstsein hinter der Illusion und es heißt, dass er uns Menschen in tiefer Meditation das ganze Leben begleitet. Einmal im Jahr allerdings erwacht Shiva für einen Tag und eine Neumondnacht aus seiner Meditation und hebt den Schleier der Illusion von uns, berichtet Sri Kaleshwar, ein indischer Guru und Meister. Dies ist für uns Menschen die Gelegenheit, uns bewusst zu werden, was wir wirklich in unserem Leben möchten. Klarheit zu bekommen ist allerdings nur in der Stille möglich.

Setze dich deshalb von Mitternacht bis ein Uhr an einen stillen Ort und formuliere deine Intention. Je klarer du deine Absicht, deinen Herzenswunsch formulierst, umso leichter wirst du die Segnungen Shivas empfangen. Meditiere dann für eine Stunde über das Shiva Mantra „Om Namah Shivaya“. Das bedeutet, dass du es eine Stunde lang immer und immer wieder mit deinem ganzen Herzen und einem klaren Geist rezitierst. Bedanke dich am Ende der Stunde bei Shiva und setze eine abschließende Intention für den Frieden in der Welt.

Es ist eine ganz besondere Energie, wenn wir uns nachts in die Stille setzen, während alles um uns herum schläft.
Ja, es hat etwas Feierliches wenn sich der eigene Atem und das stille Wiederholen des Mantras miteinander verbinden und wir uns langsam immer tiefer mit uns selbst und dem Göttlichen verbinden…ein feierliches Namasté

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Was ist Gesundheit dir wert?

 

Die Gesundheit ist wahrer Reichtum und nicht Gold- und Silberstücke. (Mahatma Gandhi)

Wenn unser Auto kaputt ist und neue Bremsen braucht, überlegen wir dann, ob wir die Reparatur machen lassen?! Nein, wir ärgern uns kurz, dass das Auto schon wieder Geld kostet und bringen es dann in die Werkstatt! Zähneknirschend vielleicht, aber wir tun es. Denn wir brauchen es ja so schnell wie möglich wieder.

Als Gesundheitsdienstleister, deren Leistungen nur zum Teil von den Krankenkassen übernommen werden, hören wir oft Dinge wie:
Ich habe so furchtbare Schmerzen und muss dringend zu ihnen kommen. Aber das kostet 90 Euro! Ist das nicht ein bisschen viel?! Und wie, das wird nicht von der Kasse übernommen?! Dann kann ich mir das nicht leisten.

Früher haben wir uns darüber geärgert, weil in einer solchen Situation unsere fachliche Leistung unreflektiert als zu teuer ein- und damit unserer Ansicht nach nicht genügend wertgeschätzt wird. Heute beenden wir das Gespräch, und es tut uns einfach leid, dass derjenige noch nicht bereit ist, in das Wertvollste, was er hat, nämlich seine Gesundheit, zu investieren. Wir lassen es bei unserem Gegenüber, denn es ist nicht an uns, andere Menschen davon zu überzeugen, wo und wie ihr Geld richtig angelegt ist. Wer sind wir, das zu wissen!?!

Nur damit wir nicht falsch verstanden werden: Niemand muss in seine Gesundheit investieren. Und vor allem: Niemand muss zum Heilpraktiker bzw. Osteopathen gehen. Es gibt sicherlich viele andere gangbare Wege. Und sicherlich werden auch viele davon von den Krankenkassen bezahlt. Auch ist uns bewusst, dass es viele Menschen gibt, für die 90 Euro tatsächlich nicht bezahlbar sind: Alleinerziehende, Rentner, Arbeitslose. Wir wissen selbstverständlich um diese Problematik und sind immer bemüht, Lösungen zu finden, wo es in unserer Macht steht.

Aber im Grunde geht es um etwas Anderes, etwas viel Grundlegenderes:
Viele von uns sind -unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten- bereit, einen riesigen Fernseher abzubezahlen, fahren teure Autos, tragen Markenkleidung und fliegen mehrmals im Jahr in den Urlaub (wenn auch vielleicht mit günstigen Pauschalreise-Anbietern). Auch über den täglichen Coffee to go denken wir meist nicht wirklich groß nach. Und solange es uns gut geht, so lange stellt sich uns oftmals nicht die Frage, ob wir vielleicht mehr für unsere Gesundheit tun und stattdessen auf ein paar der genannten Dinge verzichten sollten.

Gesundheit wird oftmals erst dann ein Thema, wenn sie abhanden kommt. Wenn sie angegriffen ist. Wenn wir merken, es drückt hier ein bisschen,
da ein bisschen mehr, wir können vielleicht nicht mehr so gut schlafen, kommen von dem Stress nicht mehr runter und fühlen uns insgesamt nicht fit und
in unserer Mitte. An dieser Stelle ist das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen, aber spätestens jetzt sollten wir uns klar machen:

Unsere Gesundheit hat den größten Einfluss darauf, ob wir einen guten Job finden (der uns wiederum den Kauf eines Fernsehers, eines Autos, aber auch das Buchen
einer Reise ermöglicht), ob wir ein erfüllendes Sozialleben pflegen können, kurz und gut, ob wir glücklich sind.

Gesundheit ist alles, und ohne Gesundheit ist alles nichts. Wer seine Gesundheit lange stiefmütterlich behandelt, der wird über kurz oder lang auch in den anderen Lebensbereichen Einbußen verzeichnen müssen. Im schlimmsten Fall kann es bei abnehmender Gesundheit zu Jobverlust, sozialem Abstieg und damit einhergehend zu Einsamkeit kommen.

Doch, und das ist die gute Nachricht, so weit muss es nicht kommen, wenn wir
1. überprüfen, welchen Wert wir unserer Gesundheit beimessen (Mindset) und
2. sollte es von Nöten sein eine Korrektur dieses Wertes vornehmen und zukünftig entsprechend handeln.

Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen, dass uns in der Praxis aktuell häufig begegnet: Wenn ich einen Hörsturz erleide, dann sollte ich nicht lange zögern und mir beispielsweise Hilfe bei einem Osteopathen suchen. Dieser wird die unter Spannung stehende Schädelstruktur sowie die verhärtete Muskulatur der Halswirbelsäule lösen und damit eine Regulation und Entspannung des Nervensystems erzielen. Auch das angrenzende Gewebe des Innenohrs wird lösend von ihm behandelt werden.
Das gestresste Hör- und Gleichgewichtsorgan kann sich dadurch langsam erholen. Oder anders gesagt: Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden durch die osteopathische Behandlung angeregt (Hilfe zur Selbsthilfe).

Gleichzeitig ist es genauso wichtig, dass der Patient den Hörsturz als Warnsignal seines Körpers begreift und seinen Lebenswandel entsprechend verändert:

  • Stressreduktion
  • Entspannungsverfahren
  • verbesserter Schlaf
  • gesunde Ernährung
  • Bewegung

Ohne in diesem Artikel auf die einzelnen Aspekte einer gelingenden präventiven und therapeutischen Gesundheitsfürsorge einzugehen ist -so denken wir- klar, worauf dieser Artikel hinaus will: Wir sind alle genau eine Entscheidung weit weg von körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit.

Kaufe ich beispielsweise minderwertige, verarbeitete Lebensmittel, so muss ich mich nicht wundern, dass mir diese nicht gut bekommen. Im Umkehrschluss tue ich mir mit dem Kauf und der Zubereitung hochwertiger, natürlicher, frischer und damit nährstoffhaltiger Nahrung auf jeden Fall etwas Gutes. Bin ich tagsüber den ganzen Tag sitzend und vor dem Bildschirm tätig, so hilft es nicht, sich abends auf dem Sofa wieder vor den Computer zu setzen. Vielmehr würde es gut tun, sich noch ein wenig an der frischen Luft zu bewegen. Kämpfe ich mit schlechtem Schlaf aufgrund der späten Einnahme einer Mahlzeit, aber auch nächtlicher Grübeleien, so kann ich meinen Schlaf ganz einfach verbessern, indem ich nach 18 Uhr nichts mehr esse und vor dem zu Bett Gehen ein wenig meditiere anstatt einen Krimi zu schauen oder ein Fachbuch zu lesen.

Wir wünschen allen Leser/- innen ein klares JA zu der besten, gesündesten Version von sich selbst und natürlich vor allem Gesundheit!

 

 

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Santosha…alles ist gut

Santosha…als ich den Begriff das erste Mal hörte, dachte ich, dass es sich um eine neue Teesorte handeln müsste. Das ist lange her und mittlerweile versuche ich täglich, Santosha zu kultivieren. Santosha, der zweite Punkt der fünf Niyamas, bedeutet übersetzt „zufrieden zu sein mit dem, was gerade ist“. Es begegnet uns als Yogis immer wieder während unserer Yogapraxis auf der Matte und im Alltag. Die Niyamas sind fünf Regeln, wie wir mit uns selber umgehen sollten und auf dem achtgliedrigen Pfad des Weisen Patanjali, der sie vor 2500 Jahren verfasste, zu finden.

Man könnte jetzt denken, das sei alles nicht mehr zeitgemäß und wird schnell feststellen, dass die damalig verfassten Konzepte wichtiger und aktueller denn je sind. Es bedeutet nicht, dass wir uns unserem Schicksal ergeben, aber wir kämpfen auch nicht wild darauf los.

Als ich in den letzten Tagen des Öfteren feststellen musste, dass nichts, aber auch gar nichts so lief, wie ich es mir vorstellte, wurde ich hart auf die Probe gestellt. Das Gefühl zu haben, dass der Terminkalender sich einfach nicht an die Abmachungen hält und täglich durch eine Änderung der ganze Tagesablauf durcheinander geriet, ließ mich immer öfter bewusst atmen. Durch meine jahrelange Praxis legte sich mein anfängliches Unverständis, und ich überließ dem stillen Beobachter in mir, der auch Sakshi genannt wird, die Führung.

Ich bringe die Situation, angenehm oder unangenehm, so erst einmal auf eine erträgliche Distanz. Dann stelle ich fest, dass der Umstand ist, wie er ist. Ich tue dies bevor ich mich meinen Gefühlen hingebe und bevor ich reagiere und vielleicht überreagiere. Somit bekomme ich die Möglichkeit, mich zu entscheiden, wie und auf welche Weise ich reagieren möchte. Gefühlsausbrüche jeglicher Art entfallen, weil wir uns durch den Augenblick des Innehaltens bewusst werden, dass es für alles eine Lösung gibt und immer eine angemessene Reaktion. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles, auch wenn es sich erst einmal schwierig und traurig anfühlt, am Ende immer etwas Gutes beinhaltet. Wir verhindern damit nicht nur sinnlose Diskussionen, sondern wir tun uns auch körperlich noch etwas Gutes, indem wir unseren Stresshormonen Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol nicht die Führung übergeben. Die Ausschüttung dieser Hormone führt nämlich dazu, dass sich unser Herzschlag beschleunigt und unter anderem der Blutdruck steigt. Da wir leider die meiste Zeit des Tages sitzend verbringen, bauen wir diese wichtigen Hormone nicht direkt wieder ab und fühlen uns zusätzlich unwohl.

Der nach hinten verlegte Arzttermin meines Sohnes zum Beispiel hat gefühlt meine ganze restliche Tagesplanung durcheinander gebracht. Ich hätte mich wahnsinnig aufregen können, aber ich habe mich dafür entschieden, ruhig zu bleiben und zu schauen, was mit das Leben damit sagen will. Ich habe mich darauf eingelassen und durfte am Ende des Tages feststellen, dass es zu meinem Besten war.

Auch auf unserer Yogamatte werden wir jedes Mal mit dem Prinzip Santosha konfrontiert und können für den Ernstfall, unseren Alltag, schon mal üben. Was ist heute möglich, und kann ich mich darauf einlassen, dass vielleicht nicht alles möglich ist? Die Umstände zu nehmen, wie sie sind, schafft innerlich Frieden und große Freiheit, weil wir uns von dem Druck befreien, perfekt sein zu müssen. Es setzt ein gewisses Maß an Vertrauen in das Leben selber voraus, aber es ist ein lohnenswerter Gedanke, sich nicht durch äußere Umstände den inneren Frieden nehmen zu lassen…ein zufriedenes Namasté

 

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