Vieles geht, noch mehr bleibt…Platz fürs Wesentliche

Von Zeit zu Zeit habe ich ein großes Bedürfnis mir Platz zu schaffen. Platz im Inneren und im Äußeren. Das bedeutet, dass mein Frühjahrsputz auch gerne mal zwischendurch im Spätsommer stattfinden kann. Als ich vor vielen Jahren das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ in die Hände bekam, dachte ich, es sei nur ein weiteres Buch in meinem Bücherregal. Aber schon nach zehn Seiten und einem Schrank, war so einiges aussortiert, verschenkt und aufgeräumt. Der erste Rat an den ich mich gerade bewusst erinnere war, mit einer kleinen Schublade zu beginnen, der Rest komme dann fast von selbst. Es war so und es folgten in einer Woche noch einige Schubladen, Kisten, Schränke und der Keller. Das Großartige daran? Es ist die pure Befreiung!
Wir schaffen im Äußeren Platz, aber noch mehr in unserem Inneren. Ein Lehrer von mir sagte mal, das Besitz, wie auch immer er aussähe, Verantwortung mit sich ziehe und das Kümmern um die vermeintlich lieb gewonnen Dinge auch Kraft, Zeit und Geld kosten könne. Das gilt natürlich auch für unseren Körper. Theresa von Avila gab schon im
16. Jahrhundert den Rat, man möge sich gut um seinen Körper kümmern, damit die Seele Lust habe darin zu wohnen. Ja, es darf etwas verändert werden. Nein, wir müssen nicht darunter leiden, sondern nur mal ein Stück raus aus unserer Komfortzone kommen. Wenn ich vorsichtige Anfragen bezüglich meiner Yogastunden bekomme, schwebt oftmals immer ein bisschen Panik mit in der Stimme…“Ich kann mich doch nicht verbrezeln“, „…bitte keine Meditation“, „…müssen wir bei Ihnen auch atmen?“ Alles kann, nichts muss und man darf die Geschwindigkeit, in der man sein Inneres renovieren möchte, sehr gerne den äußeren Umständen anpassen. Kleine Schritte, aber vor allem den ersten Schritt machen, das ist das Entscheidende. Es kann mit einem warmen Glas Wasser am Morgen beginnen und sich von einem täglichen Spaziergang vielleicht wirklich zu etwas Größerem entwickeln. Auf der Yogamatte praktizieren wir gerne gedrehte Haltungen, die sogenannten Twists, um Energien auszugleichen, aber auch um mal ordentlich Schwung in unser Inneres zu bringen. Das sind auch die Muntermacher für zwischendurch.
Finde direkt jetzt einen aufrechten Sitz, stelle deine Füße hüftbreit auf und schließe für einen Augenblick die Augen und ja, atme!! Atme dann bewusst ein und drehe dich zu deiner rechten Seite, lege die linke Hand auf deinen rechten Oberschenkel und die rechte Hand setzt du hinter dir ab. Wichtig ist eine lange Wirbelsäule…nach drei bis fünf Atemzügen kommst du zur Mitte zurück und wiederholst alles auf der anderen Seite.
Wir lassen viel Ballast los und die Sicht auf das Wesentliche in uns und im Leben wird wieder frei…ein aufgeräumtes Namasté

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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