Depressionen und wie wir ihnen auf den Grund gehen können

Depression

Depression kann eine schwere Erkrankung sein, die Antrieb, Stimmung, Schlaf, die Fähigkeit, Freude zu empfinden sowie andere Aspekte des Lebens und Erlebens umfasst. Auslöser können berufliche Veränderungen, die Mitteilung über eine schwere Erkrankung, Verlust des Partners oder eines Familienmitglieds sein. Auch sehr starke Persönlichkeiten können bei diesen Auslösern in Selbstzweifel und Grübelei verfallen und eine Depression entwickeln. Klassisch wird die Depression mit Psychotherapie, Medikamenten oder auch mit stationären Aufenthalten in speziellen Kliniken behandelt. Naturheilkundlich kommen noch ganz andere Faktoren in Betracht, wie dieser Blogartikel zeigen wird.

Schauen wir uns zunächst einmal an, welche gesellschaftlichen Entwicklungen Depressionen fördern: Anforderungen in Beruf und Privatleben haben zugenommen, das Tempo ist gesteigert, und wer nicht mit einem großen Haufen an Gelassenheit ausgestattet ist, der wird in der Regel mit mehr oder weniger stark empfundenem Stress darauf reagieren. Stress wiederum verändert unsere Körperchemie, weil wir nicht wie in Urzeiten mit Flucht oder Kampf auf ihn reagieren können – sind wir doch zivilisierte Menschen! Stattdessen ‚stellen wir uns tot‘, ziehen die Schulter hoch, halten den Atem flach und gehen in eine Erstarrung, die auf Dauer diese Veränderung bewirken kann. Insbesondere, wenn andere Faktoren wie Bewegungsmangel, Ernährungsfehler und sozialer Rückzug zusätzlich mit im Spiel sind.Häufig wollen wir keine Schwäche zeigen, halten durch, tun so, als ob alles unter Kontrolle ist und behalten unsere kleinen Sorgen für uns. Was langfristig sehr anstrengend ist, uns das Gefühl von Alleinsein geben kann und jede Menge Vitalstoffe verbraucht, im Versuch diese Stabilität aufrecht zu erhalten. Das kann viele Jahre gut gehen, wir gewöhnen uns daran, schließlich geht es allen anderen auch so, und die Kompensationsfähigkeit des Körpers ist immens. Noch mehr Arbeit, noch mehr Fernsehen, noch mehr Essen (besonders gerne Süßes und Fettes) und Alkohol zum ‚runter Kommen‘ sind einige der Möglichkeiten, Druck vermeintlich unter Kontrolle zu bringen. Ein Burnout bzw. eine Depression können dann final unsere Überlastung nach außen dringen lassen, und nun merken wir selbst, dass irgendetwas nicht so läuft, wie es im Leben eigentlich mal geplant war.

Viele Menschen klagen über Energieverlust, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen. Im Rahmen einer ausführlichen Blutbilddiagnostik finden sich häufig ein Mangel an Vitamin B12, B6, Magnesium, Eisen, Zink, Selen (um nur einige zu nennen). Diese Stoffe sind an zig enzymatischen Abläufen im Körper beteiligt – fehlen sie, so beginnt der Stoffwechsel sich zu verschlechtern. Eine häufig anzufindende Übersäuerung des Gewebes macht es den Vitalstoffen zusätzlich schwer, bis zur Zelle transportiert zu werden, und auch die zelluläre Müllabfuhr ist begrenzt in ihrer Arbeit. Was zu einer geringeren Energiebereitstellung der Kraftwerke innerhalb der Zellen führt, wir verlieren unsere Kraft, Vitalität, Lust auf das Leben allgemein. Fehlt das Sonnenvitamin D3, jede Zelle hat Rezeptoren für dieses Hormon, dann sieht es im wahrsten Sinne des Wortes ‚düster‘ aus.

Das Blut sagt uns auch etwas über den Stoffwechsel unserer Organe. Ist die Leber angeschlagen, so kommt es zu Müdigkeit, Verdauungsproblemen, Schmerzen, die Entgiftung wird gestört, und Kopfweh und Migräne können hiermit zusammenhängen. Auch andere körperliche Beschwerden wie bspl. Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschwäche können von ihr ausgehen. Themen wie Abgrenzung, Wut und Aggression sind mit der Leber assoziiert. Ist die Niere angeschlagen, so sind Themen wie Angst, Traumen und alle Beziehungsprobleme Teil der Erkrankung. Auch hier sind reflektorisch Rückenschmerzen, Kopfweh und nachmittägliche Müdigkeit nicht selten. Außerdem entscheiden die Nieren darüber, welche Stoffe über den Urin ausgeschieden werden sollen und welche wir noch benötigen und dann rückresorbiert werden. So kann man im Rahmen einer ganzheitlichen Laboranalyse alle Systeme durchgehen und in der Folge mit den passenden pflanzlichen Tinkturen, Injektionen, Infusionen und homöopathische Mitteln unterstützen.

Darüber hinaus ist ein sehr wichtiger Bereich auf jeden Fall die Ernährung. Bestimmte Nahrungsmittel können den Körper schwächen und reizen – lassen wir diese dann weg, kann es sich wie ein kleines Wunder anfühlen!

Nicht zuletzt ist auch Bewegungsmangel ein wichtiger Hinweis: Durch Sport kommt das Blut und Lymphsystem ins Fließen, und Vitalstoffe gelangen besser an den Zielort Zelle. Wir durchwärmen uns, atmen vermehrt, und auch hier kann ein ‚Schalter‘ in Richtung Entspannung umgelegt werden. Auch für Bewegungsmuffel gilt, diese langsam, aber stetig mehr in den Alltag einzubauen.

Zusammengefasst kann es also sinnvoll sein, Klarheit über folgende Punkte zu gewinnen:

  • Vitalstoffmängel
  • Ernährung
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Schwermetallbelastung
  • Bewegung und Entspannung
  • Belastungsfaktoren: Partnerschaft, Freundeskreis, Arbeitsumfeld etc.

Wir sind die Summe vieler einzelner Bausteine: materiell, emotional und auch geistig. Sich damit auseinanderzusetzen, warum wir uns fühlen, wie wir uns fühlen, kann ein echter Augenöffner bzw. lebensverändernd sein. Übernehmenwir die Verantwortung für uns selbst und lernen uns und das Leben neu und tiefer kennen, so können wir dabei die eine oder andere innere Barriere überwinden und Stück für Stück in unsere ganz eigene Kraft kommen. Dadurch kann sich unser Selbstwertgefühl erhöhen und eine gelebte Achtsamkeit Klarheit, Ruhe und Freude ins Leben bringen. es lohnts ich, und wir sind es wert!

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Heißhunger und wie wir ihn vermeiden können

Schluss mit den (Fr)Essattacken

Die meisten kennen ihn. Er überfällt einen – oft plötzlich. Vor allem in stressigen Phasen ist er häufig ein alltäglicher Begleiter. Liegt auf der Lauer und schlägt irgendwann zu. Bzw. wir schlagen dann zu! Heißhunger! Meistens verlangt er nach Süßem, Fettigem und allem, was man sich auch gleich von außen auf die Hüften kleben könnte…

Hunger zeigt uns als lebenserhaltendes Signal an, dass unser Körper Nachschub an Nährstoffen benötigt. Der Zuckergehalt des Blutes ist ausschlaggebend dafür. Sinkt der Blutzuckerspiegel ab, so werden wir hungrig. Die Steuerung dafür liegt im Gehirn, wo unter der Beteiligung von Nervenbotenstoffen und Hormonen das vegetative Nervensystem die Verdauungsaktivitäten beeinflusst. Beteiligte Hormone sind auch für Gefühle, Stimmungen und Stress zuständig. Außerdem spielen Gewohnheiten eine bedeutende Rolle, und das Belohnungszentrum des Gehirns ist auch zugeschaltet, wenn es um Hunger und Appetit geht. Körperliche und seelische Einflüsse spielen also zusammen.

Heißhunger kann somit ganz verschiedene Ursachen haben. Ein wichtiger erster Schritt, um ihm entgegen zu wirken ist es, sich der Ursache bewusst zu werden. Bei körperlichen Ursachen ist es hilfreich, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark schwanken lassen (Ballaststoffe, Fette, Eiweiße). Ist der Grund für den Heißhunger Gewohnheit hilft es, alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen (z.B. ein leckerer Tee am Abend auf der Couch anstatt die Tüte Chips oder der Wein). Macht Stress uns Appetit, so ist Bewegung eine gesunde Alternative. Die Hormone, die durch Stress ausgeschüttet werden, können dadurch besser abgebaut werden. Sind die Gründe für den Heißhunger seelischer Natur, (Traurigkeit, Einsamkeit, Langeweile) dann ist das Bewusstmachen des Zusammenhanges besonders wichtig. Wer sich ertappt fühlt, der legt den Schokoriegel eher zur Seite.

Kleine Tricks gegen Heißhunger:

  • von kleinen Tellern essen (man isst tatsächlich weniger)
  • nicht hungrig einkaufen gehen
  • Naschereien aufbewahren, wo sie nicht ständig sichtbar sind (der Anblick löst Appetit aus)
  • abends früh Zähne putzen (die Bequemlichkeit und der Pfefferminzgeschmack hemmen den Appetit)
  • keine strengen Verbote, sondern bewusst genießen, das ist erlaubt und auch gut so!
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Intermittierendes Fasten

„Ich überlege noch, worauf ich in der Fastenzeit verzichten will. Ich denke, es werden wohl Weltraumspaziergänge.“

Dieser Spruch ist uns neulich ins Auge gefallen, und wir mussten wirklich lachen, denn wir alle kennen das. Wir wissen, es wäre besser für uns, wenn wir uns gesünder ernähren, mehr bewegen und erholsam schlafen. Trotzdem finden wir alle möglichen sinnigen und unsinnigen Ausreden, wenn es darum geht, wirklich damit anzufangen. Nichtsdestotrotz kann es sich für uns lohnen, unseren inneren Schweinehund zu besiegen.

Als Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von allen oder bestimmten Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg, üblicherweise für einen oder mehrere Tage, bezeichnet. Beim intermittierenden Fasten – auch Warrior-Diät genannt – geht es dagegen um einen bestimmten Essrhythmus, d.h., es geht nicht um den völligen Verzicht, sondern vielmehr darum, zu bestimmten Zeiten bzw. in bestimmten Abständen zu essen.

Die Regeln des intermittierenden Fastens

1. In einem Zeitfenster von mindestens 12 Std. wird nichts zu sich genommen. Ausnahme ist stilles Wasser.
2. Je größer das Intervall, desto besser die Ergebnisse: also 14 oder 16 Stunden Fastenzeit bringt „bessere“ Ergebnisse als 12 Std.
3. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, das Intervall (spätestens) um 18:00 Uhr beginnen zu lassen. Selbst wenn Sie nichts auf das Frühstück halten und sich dieses sparen, sollten Sie nach 18:00 Uhr nichts mehr essen.

Wirkungsweisen des intermittierenden Fastens

Die Wirkung der Warrior-Diät beruht im Wesentlichen auf einer Normalisierung des Blutzucker- bzw. des daran gekoppelten Insulinspiegels. Dadurch gerät der Körper zum Einen in die Fettverbrennung, zum anderen startet er Reparaturprozesse (Zellregeneration). Der Somatropinspiegel (Wachstumshormon) steigt um das bis zu Fünffache. Dies führt zu gesteigerter Fettverbrennung und schnellerem Muskelwachstum. Reparaturprozesse in den Zellkernen können sogar Krankheiten wie Krebs präventiv entgegenwirken.
Wie schon erwähnt ist ein längeres nahrungsfreies Intervall für die Wirkung der Diät günstig. Dies liegt vor allem daran, dass die Normalisierung des Insulinspiegels und die entsprechende Insulinkurve ca. 8 Stunden benötigen. Bei einem 12stündigen Intervall sind die genannten Vorteile also ca. 4 Stunden am Wirken, bei einem 16stündigen Intervall immerhin schon 8 Stunden!

Es hat sich gezeigt, dass 18:00 Uhr eine günstige Zeit ist, um keine feste Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Verdauungsorgane ihr „energetisches Hoch“ während der Morgenstunden bis zur Mittagszeit haben (https://www.carstens-stiftung.de/artikel/die-chinesische-organuhr.html). Es macht also wenig Sinn, energetisch „schlaffe“ Organe mit Nahrung zur konfrontieren. Im Gegenteil: Die Schlafqualität wird dann deutlich schlechter, und ein gestörter Stoffwechsel kann die Folge sein.
Wenn wir diese Erkenntnis mit der Warrior-Diät verbinden, haben wir schon ein gutes Intervall erreicht, wenn wir morgens um 07.00 oder um 08.00 Uhr das Frühstück zu uns nehmen. Bedenkt man, dass von diesem Intervall ca. 7 – 8 Stunden auf die Schlafenszeit fallen, dann ist das Ganze auch gar nicht schwierig durchzuhalten.

Wichtig ist, in der Fastenzeit genügend zu trinken. Warum? Weil der Ab- und Umbaustoffwechsel recht aktiv ist und bei dem Abbau von Zellen immer auch gespeicherte Giftstoffe freigesetzt werden. Besonders Fettzellen sind als Depot für schlechte Stoffe bekannt. Wasser dient den Ausscheidungsorganen wie Niere und Leber als Lösungsmittel. Daher kann der ausreichende Konsum von Wasser die Ausscheidung positiv unterstützen. Daneben führt eine gesteigerte Wasseraufnahme zur besseren Fettverbrennung.

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