Intermittierendes Fasten

„Ich überlege noch, worauf ich in der Fastenzeit verzichten will. Ich denke, es werden wohl Weltraumspaziergänge.“

Dieser Spruch ist uns neulich ins Auge gefallen, und wir mussten wirklich lachen, denn wir alle kennen das. Wir wissen, es wäre besser für uns, wenn wir uns gesünder ernähren, mehr bewegen und erholsam schlafen. Trotzdem finden wir alle möglichen sinnigen und unsinnigen Ausreden, wenn es darum geht, wirklich damit anzufangen. Nichtsdestotrotz kann es sich für uns lohnen, unseren inneren Schweinehund zu besiegen.

Als Fasten wird die völlige oder teilweise Enthaltung von allen oder bestimmten Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg, üblicherweise für einen oder mehrere Tage, bezeichnet. Beim intermittierenden Fasten – auch Warrior-Diät genannt – geht es dagegen um einen bestimmten Essrhythmus, d.h., es geht nicht um den völligen Verzicht, sondern vielmehr darum, zu bestimmten Zeiten bzw. in bestimmten Abständen zu essen.

Die Regeln des intermittierenden Fastens

1. In einem Zeitfenster von mindestens 12 Std. wird nichts zu sich genommen. Ausnahme ist stilles Wasser.
2. Je größer das Intervall, desto besser die Ergebnisse: also 14 oder 16 Stunden Fastenzeit bringt „bessere“ Ergebnisse als 12 Std.
3. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, das Intervall (spätestens) um 18:00 Uhr beginnen zu lassen. Selbst wenn Sie nichts auf das Frühstück halten und sich dieses sparen, sollten Sie nach 18:00 Uhr nichts mehr essen.

Wirkungsweisen des intermittierenden Fastens

Die Wirkung der Warrior-Diät beruht im Wesentlichen auf einer Normalisierung des Blutzucker- bzw. des daran gekoppelten Insulinspiegels. Dadurch gerät der Körper zum Einen in die Fettverbrennung, zum anderen startet er Reparaturprozesse (Zellregeneration). Der Somatropinspiegel (Wachstumshormon) steigt um das bis zu Fünffache. Dies führt zu gesteigerter Fettverbrennung und schnellerem Muskelwachstum. Reparaturprozesse in den Zellkernen können sogar Krankheiten wie Krebs präventiv entgegenwirken.
Wie schon erwähnt ist ein längeres nahrungsfreies Intervall für die Wirkung der Diät günstig. Dies liegt vor allem daran, dass die Normalisierung des Insulinspiegels und die entsprechende Insulinkurve ca. 8 Stunden benötigen. Bei einem 12stündigen Intervall sind die genannten Vorteile also ca. 4 Stunden am Wirken, bei einem 16stündigen Intervall immerhin schon 8 Stunden!

Es hat sich gezeigt, dass 18:00 Uhr eine günstige Zeit ist, um keine feste Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die Verdauungsorgane ihr „energetisches Hoch“ während der Morgenstunden bis zur Mittagszeit haben (https://www.carstens-stiftung.de/artikel/die-chinesische-organuhr.html). Es macht also wenig Sinn, energetisch „schlaffe“ Organe mit Nahrung zur konfrontieren. Im Gegenteil: Die Schlafqualität wird dann deutlich schlechter, und ein gestörter Stoffwechsel kann die Folge sein.
Wenn wir diese Erkenntnis mit der Warrior-Diät verbinden, haben wir schon ein gutes Intervall erreicht, wenn wir morgens um 07.00 oder um 08.00 Uhr das Frühstück zu uns nehmen. Bedenkt man, dass von diesem Intervall ca. 7 – 8 Stunden auf die Schlafenszeit fallen, dann ist das Ganze auch gar nicht schwierig durchzuhalten.

Wichtig ist, in der Fastenzeit genügend zu trinken. Warum? Weil der Ab- und Umbaustoffwechsel recht aktiv ist und bei dem Abbau von Zellen immer auch gespeicherte Giftstoffe freigesetzt werden. Besonders Fettzellen sind als Depot für schlechte Stoffe bekannt. Wasser dient den Ausscheidungsorganen wie Niere und Leber als Lösungsmittel. Daher kann der ausreichende Konsum von Wasser die Ausscheidung positiv unterstützen. Daneben führt eine gesteigerte Wasseraufnahme zur besseren Fettverbrennung.

Weiterlesen

Entspannung “to go”

das klingt erst einmal wie ein Widerspruch. Heutzutage gibt es fast alles „zum schnellen Mitnehmen“, das Tempo des Berufs- und Alltagslebens hat diese Art des schnellen Konsums erforderlich und erfolgreich gemacht. Auch die Freizeit wird von vielen eher dazu genutzt, möglichst viel zu erleben, so dass es oftmals zu einem Ungleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung kommt. Der Körper und die Psyche des Menschen sind dadurch dauerhaft Stress ausgesetzt. Der dazu kommende Mangel an Bewegung verhindert den Abbau der ausgeschütteten Stresshormone. Um dem etwas entgegenzusetzen, bedarf es regelmässigen Phasen des inne Haltens und Abstand Gewinnens. Tatsächlich hält der Alltag nicht immer die Möglichkeit vor, ausgedehnte Wellness-Rituale zu integrieren, daher möchten wir hier auf ein paar Möglichkeiten hinweisen, wie mit Hilfe kleiner stets frei verfügbarer Mini-Auszeiten chronische Spannungszustände gelöst werden können. Der to go-Gedanke bezieht sich somit darauf, dass alle Anregungen aus dem Stegreif umzusetzen sind, d.h. keiner bis weniger Hilfsmittel bedürfen und nichts kosten:

1. Atemübung
Atmen Sie / Atme einmal tief ein, halten Sie / halte die Atmung kurz an und zählen Sie / zähle 22,23,24, um dann auf 23,24,25 wieder auszuatmen. Diese kleine Übunung kann in fast jeder Situation augeübt werden, in der man merkt, dass die Atmung in Stresssituationen schnell und flach wird.

2. Spaziergang an der frischen Luft

Entkommen Sie / Entkomme den einseitigen Haltungsmustern (sitzen, stehen), indem Sie / Du die Mittagspause und / oder den Feierabend für einen zügigen Spaziergang nutzen / nutzt. Damit kann man der nachlassenden Konzentration und Ermüdung sowie dem Leistungs- und Stimmungsabfall entgegenwirken, denn die Bewegung an der frischen Luft fördert nicht nur die Sauerstoffzufuhr, sondern auch die Aufnahme von Sonnenlicht. Sollte es einmal gar nicht möglich sein, vor die Tür zu gehen, so öffnen Sie / öffne das Fenster, und nehmen Sie / nimm ein paar tiefe Atemzüge. Auch regelmässiges Stoßlüften sorgt für die nötige Frischluftzufuhr.

3. Palmieren
Reiben Sie / Reibe die Handflächen solange aneinander, bis diese warm sind, legen Sie / lege sie dann auf die geschlossenen Augen. Stellen Sie sich / stelle dir die Farbe schwarz vor. Diese einfache Übung wird Ihre / Deine Augen entspannen und kann beliebig oft wiederholt werden.

4. Mini-Meditation
Lehnen Sie sich / Lehne dich zurück, schliessen Sie / schließe die Augen. Atmen
Sie / Atme weich und sinken Sie / sinke mit jedem Atemzug ein wenig tiefer in Ihren / deinen Körper. Wandern Sie / wandere vom Kopf zum Oberkörper, vom Oberkörper zum Bauch, vom Bauch zu den Hüften, weiter zu den Beinen und schliesslich zu den Füssen. Lassen Sie Ihre / Lass Deine Aufmerksamkeit immer tiefer in die Erde sinken. Spüren Sie / Spüre die lebendige Energie. Erlauben Sie sich / Erlaube dir, dich in der Erde zu verankern. Lassen Sie / Lass die Energie dann immer weiter nach oben steigen, von den Füssen zu den Beinen, weiter zu den Hüften, zum Bauch, in den Oberkörper und in die Arme, schliesslich zum Kopf. Spüren Sie / Spüre die Energie und die neue Kraft, die daraus erwächst. Kommen Sie / Komm dann mit Ihrer / Deiner Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zurück, bewegen Sie / bewege Hände und Füsse, strecken Sie sich / strecke Dich und geben Sie sich / gib Dir noch einen Moment Zeit nachzuspüren.

5. Schläfenmassage
Üben Sie / Übe mit kreisenden Bewegungen durch Zeige- und Mittelfinger bis zu fünf Minuten leichten Druck auf die Schläfen aus. Alternativ: Lokalisation über den Augenbrauen, auf der Stirn oder an der Nasenwurzel. Wer Pfefferminzöl zur Hand hat, der kann hierzu auch ein paar Tropfen des Öls auftupfen – dies hat einen zusätzlich erfrischenden und entspannenden Effekt.

6. Dankbarkeitsübung
Denken Sie / Denke an eine Person und / oder ein Ereignis, für das Sie / Du besonders dankbar sind / bist. Spüren Sie / Spüre den positiven Gefühlen nach, die diese Erinnerung bei Ihnen / Dir auslöst. Wiederholen Sie / wiederhole dies mehrmals pro Woche. Dankbarkeit bringt Zufriedenheit und Gelassenheit mit sich. Wer die Dankbarkeit in sein Leben lässt, der wird sich schnell ausgeglichener fühlen und schneller zur Ruhe kommen.

7. Wasser trinken
Wann immer Sie sich / Du dich müde, abgeschlagen und geistig erschöpft fühlen / fühlst, denken Sie / denke auch daran, dass Sie / du über den Tag verteilt ausreichend Wasser trinken / trinkst (1,5-2 Liter). Denn ein Wasserdefizit kann auf die Stimmung drücken – umgekehrt hält uns die ausreichende Wasserzufuhr psychisch fit.

8. Powernap
Powernap steht für kurzen Powerschlaf. Er sollte zwischen 15 und 25 Minuten dauern und zeitlich zwischen 13 und 16 Uhr angesiedelt sein. Denken Sie dran, jegliche Störquellen abzuschalten (Telefon, Computer und andere Lärmquellen), um wirklich abschalten zu können. Da Koffein seine Wirkung nach ca. 20 Minuten entfaltet, trinken Sie / trinke den Espresso bzw. Kaffee vorher. Nach dem Aufwachen gönnen Sie sich / gönne Dir noch einige Minuten und denken Sie / denke an etwas Positives.

9. Musik hören
Wählen Sie / Wähle ein Medium, über das Sie / Du am liebsten Musik hören / hörst. Lassen Sie / Lass die Musik auf sich / dich wirken und ihre beruhigende Wirkung entfalten. Musik weckt Emotionen und Erinnerungen – welche Musik diesen Prozess in Gang setzt kann grundsätzlich sehr unterschiedlich sein, erlaubt ist, was gefällt. Üblicherweise eignet sich Instrumentalmusik besonders, das Tempo sollte in etwa dem Herzschlag entsprechen und konstant sein. Auch Singen kann eine beruhigende und entschleunigende Wirkung haben.

10. Tanzen
Ob einstudierte Tanzschritte oder Improvisation – Tanzen wirkt entspannend. Sich zur Musik zu bewegen ist eine Wohltat für die Seele. Und es ist nie zu spät damit anzufangen.

11. Nichts tun
Suchen Sie sich / Suche dir ein geeignetes Plätzchen, und lassen Sie sich / lass Dich einfach einmal auf das Experiment ein, für einen Moment rein gar nichts zu tun. Haben Sie / Hab keine Angst, Zeit zu verlieren bzw. unproduktiv zu sein – vielleicht wird Ihnen / Dir dadurch ein wertvoller Moment der Entspannung geschenkt.

In diesem Sinne: Nehmen Sie sich / Nimm Dir von diesen Anregungen, was immer sie / dich anspricht! Wir wünschen Gute Erholung!

Weiterlesen

Gesundheitsfaktor Stille

Stille definiert sich gemäß Duden als „durch kein lärmendes, unangenehmes Geräusch gestörter [wohltuender] Zustand“.

Bei Stille handelt es sich um einen Zustand, der in der westlichen Welt zu großen Teilen kaum bis gar nicht vorhanden ist. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, dass wir quasi permanent irgendwelchen Geräuschen ausgesetzt sind: Verkehrs- oder Fluglärm, dem Rauschen technischer Geräte, permanentem Gerede usw.

Selbst in der Nacht tritt vor allem in Städten keine komplette Ruhe ein. Wichtig ist hervorzuheben, dass es den Zustand absoluter Geräuschlosigkeit nicht gibt. Auch wenn wir atmen entsteht ein Geräusch, und das Blut rauscht durch unsere Adern. Nur nehmen wir diese Art von Geräusch kaum bzw. nicht wahr, da es von dem Geräuschpegel von außen permanent überdeckt wird.

Lärm als krankmachender Faktor

An den meisten Tagen nehmen wir wahrscheinlich auch gar nicht wahr, dass der Lärm um uns herum belastend ist. Wir sind es ja nicht anders gewohnt. An anderen Tagen aber, an denen wir zum Beispiel besonders angestrengt oder „nervlich belastet“ sind, kann es sein, dass uns der Lärm sprichwörtlich „den letzten Nerv raubt“. Denn Lärm erzeugt Stress, und Stress wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Das Lärm krank machen kann ist sogar wissenschaftlich bewiesen, z.B. in Bezug auf Fluglärm (siehe folgende Studie: http://www.hyena.eu.com/)

Umso wichtiger ist, sich regelmäßig Momente der Stille aussetzen zu können. Das heißt z.B. bewußt alle externen Geräuschquellen abzustellen. Das ist am Anfang vielleicht ungewohnt, aber je öfter wir uns die Zeit nehmen, umso mehr werden wir uns nach diesen Momenten sehnen und von dem heilenden Potential dieses Zustands profitieren.

Der Rückzug in die Stille hilft, den Blutdruck zu senken, die Konzentrationsfähigkeit und die Kreativität zu verbessern und allgemein die mentale Fitness und das eigene Stresserleben positiv zu beeinflussen. Es braucht nicht viel mehr als einen ruhigen Ort und den Mut, sich auf die Erfahrung von Stille einzulassen. Auch wenn wir am Anfang vielleicht Gefahr laufen, uns von der Stille aus der Ruhe bringen zu lassen bzw. unsere Gedanken Karussell fahren, mit der Zeit wird es immer leichter und schließlich höchstwahrscheinlich sogar als angenehm empfunden werden.

Filmtipp:

http://zeit-fuer-stille.de/

Buchtipp:

https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Ruf-der-Stille/Michael-Finkel/Goldmann/e524536.rhd

Podcast-Tipp:

http://gesundheit-to-go.de/podcast-episode-78-was-hat-osteopathie-mit-komfortzone-eigenverantwortung-zu-tun/

Weiterlesen

Augmentierte Akupunktur

Augmentierte Akupunktur – eine Sonderform der Akupunktur

Eine einfach zu erlernende, aber sehr effiziente Abwandlung der Akupunktur. Erfinder ist der Facharzt für Anästhesie Dr. med. Dusan Covic.

Dr. Covic entwickelte ein Verfahren, dass auf Elemente der Neuraltherapie, Akupunktur und Elektrostimulation baut. Ziel dieser effektiven Kombinationstherapie, die rasch durchführbar ist, ist die Stimulation der Nebennierenrinde des Patienten. Die Nebenniere ist das Organ, dass Hormone wie Adrenalin (körpereigenes Opiat / Schmerzreduktion, Verbesserung der Reflexe etc.) und Cortisol (Entzündungshemmer) bildet und ins Blut ausschüttet.
Im Endeffekt werden nach der Behandlung mit dem Verfahren genau diese Hormone ausgeschüttet, um die natürlichen antientzündunglichen Mechanismen des Körpers zu aktivieren. Infolge werden die Symptome des Heuschnupfens gebessert – so die graue Theorie.

Praxis der augmentierten Akupunktur wurde validiert durch die Uni Freiburg

Das Verfahren ist risikolos, überall einfach durchführbar (vorausgesetzt, man hat das Elektrostimulationsgerät dabei) und scheint insgesamt sehr effektiv. 70% der teilnehmenden Patienten/- innen berichteten im Rahmen einer Studie des naturheilkundlichen Zentrums der Uni Freiburg schon nach einer Behandlung von einer Besserung. Diese blieb im Schnitt Tage bis Wochen, teils sogar Monate. Bei Heuschnupfenpatienten, deren Leiden meist auf einige wenige Pflanzen beschränkt ist, reicht dieser Zeitraum, um die Blütezeit ihres Allergens meist gut zu überbrücken.

Wichtig: Im Zeitraum der Behandlung sollten keine Medikamente (z.B. Antihistaminika) genommen werden, da diese die Wirkung scheinbar unterbinden.

 

Kontaktadresse

Wenn Sie unter Heuschnupfen leiden und das Verfahren austesten wollen, finden Sie hier den Link zur Website des Verfassers: Heilpraktiker Alexander Mallok
Meine Praxis befindet sich in Hamburg Sasel.

Kommen Sie gut durch die Heuschnupfenzeit!

Weiterlesen