Muladhara Chakra…tief verwurzelt

Das erste, was ich in meinen Yogastunden immer versuche zu vermitteln, ist ein guter Stand.
Wissen wir erst einmal, wie wir unsere Füße in angemessener Art und Weise aufsetzen sollten, kann sich unser
ganzer Körper darüber optimal aufbauen. Das ist wichtig, um Fehlhaltung und Überlastungen zu vermeiden und
minimiert am Ende auch das Risiko einer Verletzung. Aus energetischer Sicht sind die Füße unsere
Verbindung zur Erde und sollen uns im besten Fall ins Leben hinaustragen.
In der Yogalehre gibt es die Idee von den Chakren, die man als energetische Knotenpunkte verstehen kann.
Sie werden manchmal als Energieräder beschrieben oder als Tore zum Bewusstsein. Die sieben Hauptchakren  liegen entlang der Wirbelsäule, beginnend am Steißbein bis hoch zum höchsten Punkt des Körpers, unserer Schädeldecke.
Sind diese energetischen Punkte frei von Blockaden, haben wir das Gefühl mit dem Leben zu fließen, kraftvoll und lebendig. Über- und Unterfunktionen können uns auf geistiger, seelischer und körperlicher Ebene allerdings zu schaffen machen. Über unsere Yogapraxis können wir die Chakren in ihrer Energie beeinflussen und unser Wohlbefinden unterstützen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass eine Yogapraxis, so gut sie auch sein mag, keinen Arzt oder Therapeuten ersetzt und medizinischer Rat bei physischen oder und psychischen Problemen jederzeit eingeholt werden sollte.

Das Muladhara Chakra, das erste, sitzt am unteren Ende der Wirbelsäule und strahlt nach unten aus.
Dem Boden so nah, sollte es uns unterstützen unseren Platz im Leben zu finden. Wie stehen wir auf und zu dieser Welt, traue ich mich meinen eigenen Weg zu gehen, habe ich einen guten Stand, das sind Themen, die dem Wurzelchakra zugeordnet sind. Ganesha, der Elefantengott,  ist die Gottheit, die mit diesem Energiefeld verbunden ist. Er soll der Überlieferung nach, Hindernisse beseitigen und uns auf unserem Weg, vor allem auch bei Neuanfängen, gut unterstützen. Der mit diesem Chakra verbundene Sinn ist unsere Nase. Einen guten Riecher haben, wissen wo es lang geht und unser Umfeld wahrnehmen, ist im Idealfall möglich. Rot ist die zugehörige Farbe. Mit stehenden Haltungen (Asanas) unterstützen wir dieses Chakra. Tadasana, die Berghaltung, ist unter anderem eine Standhaltung. Suche dir einen ruhigen Ort, ziehe die Schuhe und Strümpfe aus und finde einen aufrechten Stand. Die Füße sind parallel  ausgerichtet, können sich sanft berühren oder etwas Abstand haben. Ziehe die Zehe nach oben, spreize sie weit auseinander und lege sie dann entspannt ab. Ziehe dein Fußgewölbe sanft  nach oben, halte weiter den Kontakt zum Boden mit allen Zehen. Eine Gleichmäßige Gewichtsverteilung ist wünschenswert. Die Knie sind durchlässig, das heißt nicht überstreckt. Stehe im Oberkörper aufrecht. Der Bauchnabel ist leicht nach innen gezogen, die Arme sind etwas vom Körper weggespreizt. Wenn du magst, schließe für einen Augenblick die Augen und spüre den Boden unter deinen Füßen. Erlaube dir mit jeder Ausatmung Sorgen, Ängste und Anspannungen in die Erde abfließen zu lassen
und nimm mit jeder Einatmung frische Energie auf. Spaziergänge in der Natur unterstützen dich in diesem Prozess ebenfalls  und verhelfen dir zurück in die eigene Kraft zu finden…ein geerdetes Namasté

 

 

 

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