Heißhunger und wie wir ihn vermeiden können

Schluss mit den (Fr)Essattacken

Die meisten kennen ihn. Er überfällt einen – oft plötzlich. Vor allem in stressigen Phasen ist er häufig ein alltäglicher Begleiter. Liegt auf der Lauer und schlägt irgendwann zu. Bzw. wir schlagen dann zu! Heißhunger! Meistens verlangt er nach Süßem, Fettigem und allem, was man sich auch gleich von außen auf die Hüften kleben könnte…

Hunger zeigt uns als lebenserhaltendes Signal an, dass unser Körper Nachschub an Nährstoffen benötigt. Der Zuckergehalt des Blutes ist ausschlaggebend dafür. Sinkt der Blutzuckerspiegel ab, so werden wir hungrig. Die Steuerung dafür liegt im Gehirn, wo unter der Beteiligung von Nervenbotenstoffen und Hormonen das vegetative Nervensystem die Verdauungsaktivitäten beeinflusst. Beteiligte Hormone sind auch für Gefühle, Stimmungen und Stress zuständig. Außerdem spielen Gewohnheiten eine bedeutende Rolle, und das Belohnungszentrum des Gehirns ist auch zugeschaltet, wenn es um Hunger und Appetit geht. Körperliche und seelische Einflüsse spielen also zusammen.

Heißhunger kann somit ganz verschiedene Ursachen haben. Ein wichtiger erster Schritt, um ihm entgegen zu wirken ist es, sich der Ursache bewusst zu werden. Bei körperlichen Ursachen ist es hilfreich, Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark schwanken lassen (Ballaststoffe, Fette, Eiweiße). Ist der Grund für den Heißhunger Gewohnheit hilft es, alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen (z.B. ein leckerer Tee am Abend auf der Couch anstatt die Tüte Chips oder der Wein). Macht Stress uns Appetit, so ist Bewegung eine gesunde Alternative. Die Hormone, die durch Stress ausgeschüttet werden, können dadurch besser abgebaut werden. Sind die Gründe für den Heißhunger seelischer Natur, (Traurigkeit, Einsamkeit, Langeweile) dann ist das Bewusstmachen des Zusammenhanges besonders wichtig. Wer sich ertappt fühlt, der legt den Schokoriegel eher zur Seite.

Kleine Tricks gegen Heißhunger:

  • von kleinen Tellern essen (man isst tatsächlich weniger)
  • nicht hungrig einkaufen gehen
  • Naschereien aufbewahren, wo sie nicht ständig sichtbar sind (der Anblick löst Appetit aus)
  • abends früh Zähne putzen (die Bequemlichkeit und der Pfefferminzgeschmack hemmen den Appetit)
  • keine strengen Verbote, sondern bewusst genießen, das ist erlaubt und auch gut so!

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