Eine Reise die ist lustig

Ob privat oder geschäftlich den Ort zu wechseln, sprich zu verreisen, lässt viele Augen strahlen. Es gibt so unendlich viel Neues zu entdecken, was unseren inneren Horizont im besten Fall erweitert. Und auch der Dalai Lama rät, man solle mindestens einmal im Jahr einen Ort aufsuchen an dem man noch nie zuvor gewesen ist. Die Vorfreude wächst, Taschen und Koffer werden gepackt und die Tage runtergezählt. Und dann steht man am Abreisetag vor seinen Lieben, dreht sich um und geht in die Ungewissheit, in eine andere Welt. Zurückbleiben die Menschen, die man so sehr liebt, Familie und Freunde.

Ich musste gerade feststellen, dass das Zurückbleiben ebenfalls einer Reise gleichkommt. Eine Reise, die uns tief in unser Inneres führt, weil wir mit unseren eigenen Gefühlen in Kontakt kommen. Letztendlich bekommen wir Gelegenheit, noch tiefer in uns selbst zu schauen. Wir bringen auf eine gewisse Weise Licht in Bereiche, die wir vielleicht gar nicht wahrnehmen oder sehen wollten. Sie ploppen mal kontrollierter und mal unkontrollierter an die Bewusstseinsoberfläche, wie Kohlensäurebläschen in einem Sektglas. Es ist jetzt an uns zu entscheiden, was wir daraus machen. Verkriechen und hoffen, dass es vorbeigeht, dass ist eine Option. Die andere Option könnte uns helfen, noch mehr von uns selbst zu erfahren und gegebenenfalls sogar in uns schlummernde Muster zu enttarnen und für immer aufzulösen. Es ist das achtsame Draufschauen. Gerade in den Momenten, wenn wir das Gefühl haben, dass es besonders kompliziert erscheint, wäre es gut innezuhalten und wenn es geht, in uns hinein zu spüren. Wir können unser Gefühl dann in einem ruhigen Moment befragen, auch wenn sich das jetzt etwas befremdlich anhört. „Was möchtest du mir sagen?“, „Was kann ich tun, damit du dich auflöst?“, „Du hast mir lange Zeit gedient, nun darf ich dich loslassen.“ Vielleicht ist es nicht für jeden in jeder Situation möglich, aber wenn wir uns Stück für Stück darauf einlassen unseren eigenen Gefühlen ins Gesicht zu schauen, hören wir auf sie zu verdrängen. Aus der Stille heraus kommen Antworten, die uns helfen können loszulassen.

Aus reisenden Aspekten, ist es wie eine geführte Tour in unser eigenes Inneres, wo wir viel zu sehen bekommen und große Erfahrungsschätze bergen können. Wenn wir dann am Flughafen stehen und unseren lieben Reisenden wieder in die Arme nehmen, können wir uns von Herzen mit ihm freuen und uns die interessanten Geschichten aus fernen Ländern entspannt anhören…ein entdeckendes Namasté

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.