Schmetterlinge…zauberhafte Wesen

Mich berühren Schmetterlinge immer sehr. Schon als kleines Mädchen war mein Tag beim Anblick dieser umherfliegenden Zauberwesen gerettet. Und wer kennt nicht die bezaubernde Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt von Eric Carle. Meine beiden Söhne haben die Verwandlung von der kleinen gefräßigen Raupe hin zum wunderschönen Schmetterling immer gerne verfolgt.

Im Yoga gibt es unendlich viele Möglichkeiten sich zu transformieren. Besonders schön finde ich die Tatsache, dass man nicht mal unbedingt daran glauben muss. Es passiert aus sich selbst heraus. Man muss sich nur entscheiden, Yoga zu üben, und dann entfaltet sich das Wunder von ganz alleine. Ich durfte schon unzählige Yoginis und Yogis auf ihrem Weg begleiten und ihre Verwandlung miterleben. Ein temporär bemerkbares Phänomen ist das Leuchten in den Augen am Ende der Yogastunde. Mein Mann bemerkt es heute immer noch gerne bei mir und hilft mir in glanzloseren Momenten motivierend, die Richtung auf meine eigene Yogamatte zu finden. Die Verbindung von Atmung und Bewegung lässt uns viel inneren Ballast loswerden. Eine meiner Lieblingshaltungen heißt Supta Badha Konasana (zurückgelegte gebundene Winkelhaltung), ein sogenannter nach außen rotierender Hüftöffner. An unseren  Hüften, dort wo sich die Oberschenkelköpfe mit dem Becken verbinden, halten starke Gewebe- und Muskelstrukturen die gelenkigen Verbindungen zusammen. Es heißt, dass in diesen Strukturen unsere „zwischenmenschlichen Beziehungen“ sitzen. Nicht in menschlicher Gestalt, aber unsere Begegnungen sind dort energetisch in jeder Zelle gespeichert. Es macht Sinn, diese Strukturen geschmeidig zu halten und in regelmäßigen Abständen zu dehnen.
Das ist wichtig, damit Blockaden aufgelöst werden können und Prana, unsere Lebensenergie, gut fließen kann.
So können Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen positiv beeinflusst oder vielleicht sogar verhindert werden, und wir unterstützen unser inneres Wohlbefinden.

Nach langen Tagen auf den Beinen ist es eine Wohltat, sich auf den Rücken zu legen, die Füße nebeneinander aufzustellen, um dann die Beine gleichzeitig  jeweils zur rechten und linken Seite, sinken lassen zu können. Die Fußsohlen sollten sich für dieses Asana berühren. Wenn die Dehnung in der inneren Oberschenkelmuskulatur als zu intensiv empfunden wird, lege dir Kissen oder Yogablöcke, die es speziell zu kaufen gibt, unter die Oberschenkelaußenseiten. Die Arme legst du mit den Handinnenflächen nach oben neben dir ab, schließt die Augen und genießt. Sollte mal die eine oder andere Träne fließen oder das Gefühl eines Lachanfalls aufkommen, dann lass los. Weine, lache, fühle dich lebendig…ein transformierendes Namasté

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Vielen Dank…sag es doch einfach mal :)

Vielen Dank…zwei auf den ersten Blick unscheinbare Worte, die auf den zweiten Blick alles bedeuten und so viele  Möglichkeiten bieten. Warum? Weil sie viel zu selten gedacht und gesagt werden und wir vergessen, dass sie Liebe und die oft unterschätzte Wertschätzung schenken. Eine verbale Umarmung, die einen Samen in unserem Gegenüber pflanzt, mit dem Potential ein wunderschöner kraftvoller Baum zu werden. Wir sind immer schnell dabei alles zu bewerten, zu kategorisieren und zu kritisieren. Unser Geist möchte Spaß haben, komme was wolle, und es soll alles funktionieren, bitte reibungslos und möglichst sofort. Dass wir in einem Land leben, in dem es uns gut geht, wir Hilfe bekommen, wenn wir sie brauchen, das wird viel zu selbstverständlich hingenommen. Mit einem Mann, der seit 25 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist und einem Umfeld, welches medizinische Notfallhilfe und tägliche Schmerzhilfe leistet, Mediationen durchführt, Menschen auf ihrem letzten Weg liebevoll begleitet und Kindern hilft, die durch viel körperliches Leid gehen müssen, ist mir bewusst, dass NICHTS selbstverständlich ist.

Leider wird die empfundene eine missglückte Sache über alle wunderbaren Momente gestellt. Gerade wurde mir nach einer Woche schönstem Badeurlaub erzählt, dass die Rückfahrt ein Desaster war. Nach minutenlangen Ausführungen, was in den vier Stunden alles schief ging, fragte ich noch einmal nach, wie denn die restlichen sieben Tage waren. Sie waren gut. Diesen Satz auszusprechen dauerte leider nur ein paar Sekunden.

Dankbarkeit ist wie ein Muskel, den man trainieren kann, wie eine meiner Lehrerinnen gerne zu sagen pflegte. Für eine Dankbarkeitsmeditation, in der du allen dankst, die dich zu dem gemacht haben, der du bist, suchst du dir am besten ein stilles Plätzchen und schließt die Augen. Atme ein paar Mal tief durch, und dann beginne mit der Einatmung zu denken „Liebe, Segen, Dankbarkeit für…“, und mit der Ausatmung denkst du innerlich den Namen der Person, der du danken möchtest. Jeder Zyklus wird einem anderen Menschen oder Tier gewidmet. Ich danke am Schluss, nach ein paar Minuten, immer gerne dem Universum für alles, was ich erleben darf und durfte. Das Schöne ist, dass wir schnell in die Fülle zurückkommen, weil uns bewusst wird, dass wir doch mehr vom Leben bedacht werden als uns manchmal bewusst ist…ein zutiefst dankbares Namasté

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Vieles geht, noch mehr bleibt…Platz fürs Wesentliche

Von Zeit zu Zeit habe ich ein großes Bedürfnis mir Platz zu schaffen. Platz im Inneren und im Äußeren. Das bedeutet, dass mein Frühjahrsputz auch gerne mal zwischendurch im Spätsommer stattfinden kann. Als ich vor vielen Jahren das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ in die Hände bekam, dachte ich, es sei nur ein weiteres Buch in meinem Bücherregal. Aber schon nach zehn Seiten und einem Schrank, war so einiges aussortiert, verschenkt und aufgeräumt. Der erste Rat an den ich mich gerade bewusst erinnere war, mit einer kleinen Schublade zu beginnen, der Rest komme dann fast von selbst. Es war so und es folgten in einer Woche noch einige Schubladen, Kisten, Schränke und der Keller. Das Großartige daran? Es ist die pure Befreiung!
Wir schaffen im Äußeren Platz, aber noch mehr in unserem Inneren. Ein Lehrer von mir sagte mal, das Besitz, wie auch immer er aussähe, Verantwortung mit sich ziehe und das Kümmern um die vermeintlich lieb gewonnen Dinge auch Kraft, Zeit und Geld kosten könne. Das gilt natürlich auch für unseren Körper. Theresa von Avila gab schon im
16. Jahrhundert den Rat, man möge sich gut um seinen Körper kümmern, damit die Seele Lust habe darin zu wohnen. Ja, es darf etwas verändert werden. Nein, wir müssen nicht darunter leiden, sondern nur mal ein Stück raus aus unserer Komfortzone kommen. Wenn ich vorsichtige Anfragen bezüglich meiner Yogastunden bekomme, schwebt oftmals immer ein bisschen Panik mit in der Stimme…“Ich kann mich doch nicht verbrezeln“, „…bitte keine Meditation“, „…müssen wir bei Ihnen auch atmen?“ Alles kann, nichts muss und man darf die Geschwindigkeit, in der man sein Inneres renovieren möchte, sehr gerne den äußeren Umständen anpassen. Kleine Schritte, aber vor allem den ersten Schritt machen, das ist das Entscheidende. Es kann mit einem warmen Glas Wasser am Morgen beginnen und sich von einem täglichen Spaziergang vielleicht wirklich zu etwas Größerem entwickeln. Auf der Yogamatte praktizieren wir gerne gedrehte Haltungen, die sogenannten Twists, um Energien auszugleichen, aber auch um mal ordentlich Schwung in unser Inneres zu bringen. Das sind auch die Muntermacher für zwischendurch.
Finde direkt jetzt einen aufrechten Sitz, stelle deine Füße hüftbreit auf und schließe für einen Augenblick die Augen und ja, atme!! Atme dann bewusst ein und drehe dich zu deiner rechten Seite, lege die linke Hand auf deinen rechten Oberschenkel und die rechte Hand setzt du hinter dir ab. Wichtig ist eine lange Wirbelsäule…nach drei bis fünf Atemzügen kommst du zur Mitte zurück und wiederholst alles auf der anderen Seite.
Wir lassen viel Ballast los und die Sicht auf das Wesentliche in uns und im Leben wird wieder frei…ein aufgeräumtes Namasté

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Muladhara Chakra…tief verwurzelt

Das erste, was ich in meinen Yogastunden immer versuche zu vermitteln, ist ein guter Stand.
Wissen wir erst einmal, wie wir unsere Füße in angemessener Art und Weise aufsetzen sollten, kann sich unser
ganzer Körper darüber optimal aufbauen. Das ist wichtig, um Fehlhaltung und Überlastungen zu vermeiden und
minimiert am Ende auch das Risiko einer Verletzung. Aus energetischer Sicht sind die Füße unsere
Verbindung zur Erde und sollen uns im besten Fall ins Leben hinaustragen.
In der Yogalehre gibt es die Idee von den Chakren, die man als energetische Knotenpunkte verstehen kann.
Sie werden manchmal als Energieräder beschrieben oder als Tore zum Bewusstsein. Die sieben Hauptchakren  liegen entlang der Wirbelsäule, beginnend am Steißbein bis hoch zum höchsten Punkt des Körpers, unserer Schädeldecke.
Sind diese energetischen Punkte frei von Blockaden, haben wir das Gefühl mit dem Leben zu fließen, kraftvoll und lebendig. Über- und Unterfunktionen können uns auf geistiger, seelischer und körperlicher Ebene allerdings zu schaffen machen. Über unsere Yogapraxis können wir die Chakren in ihrer Energie beeinflussen und unser Wohlbefinden unterstützen. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass eine Yogapraxis, so gut sie auch sein mag, keinen Arzt oder Therapeuten ersetzt und medizinischer Rat bei physischen oder und psychischen Problemen jederzeit eingeholt werden sollte.

Das Muladhara Chakra, das erste, sitzt am unteren Ende der Wirbelsäule und strahlt nach unten aus.
Dem Boden so nah, sollte es uns unterstützen unseren Platz im Leben zu finden. Wie stehen wir auf und zu dieser Welt, traue ich mich meinen eigenen Weg zu gehen, habe ich einen guten Stand, das sind Themen, die dem Wurzelchakra zugeordnet sind. Ganesha, der Elefantengott,  ist die Gottheit, die mit diesem Energiefeld verbunden ist. Er soll der Überlieferung nach, Hindernisse beseitigen und uns auf unserem Weg, vor allem auch bei Neuanfängen, gut unterstützen. Der mit diesem Chakra verbundene Sinn ist unsere Nase. Einen guten Riecher haben, wissen wo es lang geht und unser Umfeld wahrnehmen, ist im Idealfall möglich. Rot ist die zugehörige Farbe. Mit stehenden Haltungen (Asanas) unterstützen wir dieses Chakra. Tadasana, die Berghaltung, ist unter anderem eine Standhaltung. Suche dir einen ruhigen Ort, ziehe die Schuhe und Strümpfe aus und finde einen aufrechten Stand. Die Füße sind parallel  ausgerichtet, können sich sanft berühren oder etwas Abstand haben. Ziehe die Zehe nach oben, spreize sie weit auseinander und lege sie dann entspannt ab. Ziehe dein Fußgewölbe sanft  nach oben, halte weiter den Kontakt zum Boden mit allen Zehen. Eine Gleichmäßige Gewichtsverteilung ist wünschenswert. Die Knie sind durchlässig, das heißt nicht überstreckt. Stehe im Oberkörper aufrecht. Der Bauchnabel ist leicht nach innen gezogen, die Arme sind etwas vom Körper weggespreizt. Wenn du magst, schließe für einen Augenblick die Augen und spüre den Boden unter deinen Füßen. Erlaube dir mit jeder Ausatmung Sorgen, Ängste und Anspannungen in die Erde abfließen zu lassen
und nimm mit jeder Einatmung frische Energie auf. Spaziergänge in der Natur unterstützen dich in diesem Prozess ebenfalls  und verhelfen dir zurück in die eigene Kraft zu finden…ein geerdetes Namasté

 

 

 

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