Happy Birthday

 


Om Tryambakam Yajāmahe

Sugandhim Pushtivardhanam
Urvārukamiva Bandhanān
Mrityor Mukshīya Māamritāt

Wir verehren die höchste kosmische Wirklichkeit,
die überallhin ausstrahlt und das Wohlergehen aller Wesen bewirkt.
Möge diese höchste Wirklichkeit uns innerlich reifen lassen,
sodass wir die höchste Unsterblichkeit erfahren.

Der Oktober ist für mich immer ein besonderer Monat, weil viele Herzensmenschen von mir Geburtstag haben.
Die besondere Atmosphäre dieses Monats, das bunt der Blätter, die kühlere Luft und das bezaubernde Licht, scheint allen Geburtstagskindern eine besonders schöne Zeit machen zu wollen. Als würde das Leben selbst noch einmal feiern, bevor die Winterruhe kommt.

Gewöhnlich backen wir unseren Liebsten am Geburtstag einen Kuchen, zünden Kerzen an und singen ein Geburtstagslied. Auf meinem Yogaweg durfte ich das Tryambakam Mantra kennenlernen. Es ist ein wunderschönes Mantra, welches gerne an Geburtstagen gechantet (gesungen) wird, weil es als Schutz-, Heil- und Segensmantra gilt.
Das Maha Mritynjaya Mantra, wie es auch genannt wird, ist eines der ältesten und kraftvollsten Mantren. Gechantet soll es uns helfen die Angst vor dem Tod zu überwinden. Die Erkenntnis, dass unsere Seele, unser Atman, unsterblich ist, kann in uns einen tiefen, kraftvollen Frieden entstehen lassen. Für mich bedeutet das Fliegen im Flugzeug immer ein bisschen Stress, weil ich doch lieber mit den Füßen auf dem Boden stehe. Deshalb habe ich mir angewöhnt, dass Tryambakam Mantra während der Reise zu rezitiere und spüre dann immer schnell die beruhigende Wirkung, die es auf mich hat.

Ein besonders schöner Gedanke ist, dass wir lieben Menschen über die Entfernung Kraft, Liebe und einen Segen schicken können, wenn wir es unserem Herzensmenschen widmen.

Wenn du neugierig geworden bist, dann stöbere im Internet nach deiner Lieblingsversion, setze dich an einen ruhigen Ort und lasse dich von diesem kraftvollen Mantra tragen oder singe es an einem der nächsten Geburtstage einfach mal  für deinen Herzensmenschen…ein glückwünschendes Namasté

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Schmetterlinge…zauberhafte Wesen

Mich berühren Schmetterlinge immer sehr. Schon als kleines Mädchen war mein Tag beim Anblick dieser umherfliegenden Zauberwesen gerettet. Und wer kennt nicht die bezaubernde Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt von Eric Carle. Meine beiden Söhne haben die Verwandlung von der kleinen gefräßigen Raupe hin zum wunderschönen Schmetterling immer gerne verfolgt.

Im Yoga gibt es unendlich viele Möglichkeiten sich zu transformieren. Besonders schön finde ich die Tatsache, dass man nicht mal unbedingt daran glauben muss. Es passiert aus sich selbst heraus. Man muss sich nur entscheiden, Yoga zu üben, und dann entfaltet sich das Wunder von ganz alleine. Ich durfte schon unzählige Yoginis und Yogis auf ihrem Weg begleiten und ihre Verwandlung miterleben. Ein temporär bemerkbares Phänomen ist das Leuchten in den Augen am Ende der Yogastunde. Mein Mann bemerkt es heute immer noch gerne bei mir und hilft mir in glanzloseren Momenten motivierend, die Richtung auf meine eigene Yogamatte zu finden. Die Verbindung von Atmung und Bewegung lässt uns viel inneren Ballast loswerden. Eine meiner Lieblingshaltungen heißt Supta Badha Konasana (zurückgelegte gebundene Winkelhaltung), ein sogenannter nach außen rotierender Hüftöffner. An unseren  Hüften, dort wo sich die Oberschenkelköpfe mit dem Becken verbinden, halten starke Gewebe- und Muskelstrukturen die gelenkigen Verbindungen zusammen. Es heißt, dass in diesen Strukturen unsere „zwischenmenschlichen Beziehungen“ sitzen. Nicht in menschlicher Gestalt, aber unsere Begegnungen sind dort energetisch in jeder Zelle gespeichert. Es macht Sinn, diese Strukturen geschmeidig zu halten und in regelmäßigen Abständen zu dehnen.
Das ist wichtig, damit Blockaden aufgelöst werden können und Prana, unsere Lebensenergie, gut fließen kann.
So können Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen positiv beeinflusst oder vielleicht sogar verhindert werden, und wir unterstützen unser inneres Wohlbefinden.

Nach langen Tagen auf den Beinen ist es eine Wohltat, sich auf den Rücken zu legen, die Füße nebeneinander aufzustellen, um dann die Beine gleichzeitig  jeweils zur rechten und linken Seite, sinken lassen zu können. Die Fußsohlen sollten sich für dieses Asana berühren. Wenn die Dehnung in der inneren Oberschenkelmuskulatur als zu intensiv empfunden wird, lege dir Kissen oder Yogablöcke, die es speziell zu kaufen gibt, unter die Oberschenkelaußenseiten. Die Arme legst du mit den Handinnenflächen nach oben neben dir ab, schließt die Augen und genießt. Sollte mal die eine oder andere Träne fließen oder das Gefühl eines Lachanfalls aufkommen, dann lass los. Weine, lache, fühle dich lebendig…ein transformierendes Namasté

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Vielen Dank…sag es doch einfach mal :)

Vielen Dank…zwei auf den ersten Blick unscheinbare Worte, die auf den zweiten Blick alles bedeuten und so viele  Möglichkeiten bieten. Warum? Weil sie viel zu selten gedacht und gesagt werden und wir vergessen, dass sie Liebe und die oft unterschätzte Wertschätzung schenken. Eine verbale Umarmung, die einen Samen in unserem Gegenüber pflanzt, mit dem Potential ein wunderschöner kraftvoller Baum zu werden. Wir sind immer schnell dabei alles zu bewerten, zu kategorisieren und zu kritisieren. Unser Geist möchte Spaß haben, komme was wolle, und es soll alles funktionieren, bitte reibungslos und möglichst sofort. Dass wir in einem Land leben, in dem es uns gut geht, wir Hilfe bekommen, wenn wir sie brauchen, das wird viel zu selbstverständlich hingenommen. Mit einem Mann, der seit 25 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist und einem Umfeld, welches medizinische Notfallhilfe und tägliche Schmerzhilfe leistet, Mediationen durchführt, Menschen auf ihrem letzten Weg liebevoll begleitet und Kindern hilft, die durch viel körperliches Leid gehen müssen, ist mir bewusst, dass NICHTS selbstverständlich ist.

Leider wird die empfundene eine missglückte Sache über alle wunderbaren Momente gestellt. Gerade wurde mir nach einer Woche schönstem Badeurlaub erzählt, dass die Rückfahrt ein Desaster war. Nach minutenlangen Ausführungen, was in den vier Stunden alles schief ging, fragte ich noch einmal nach, wie denn die restlichen sieben Tage waren. Sie waren gut. Diesen Satz auszusprechen dauerte leider nur ein paar Sekunden.

Dankbarkeit ist wie ein Muskel, den man trainieren kann, wie eine meiner Lehrerinnen gerne zu sagen pflegte. Für eine Dankbarkeitsmeditation, in der du allen dankst, die dich zu dem gemacht haben, der du bist, suchst du dir am besten ein stilles Plätzchen und schließt die Augen. Atme ein paar Mal tief durch, und dann beginne mit der Einatmung zu denken „Liebe, Segen, Dankbarkeit für…“, und mit der Ausatmung denkst du innerlich den Namen der Person, der du danken möchtest. Jeder Zyklus wird einem anderen Menschen oder Tier gewidmet. Ich danke am Schluss, nach ein paar Minuten, immer gerne dem Universum für alles, was ich erleben darf und durfte. Das Schöne ist, dass wir schnell in die Fülle zurückkommen, weil uns bewusst wird, dass wir doch mehr vom Leben bedacht werden als uns manchmal bewusst ist…ein zutiefst dankbares Namasté

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